Der Planetenpfad
Es ist recht schwierig, sich eine Vorstellung der wirklichen Grösse der einzelnen Planeten und ihrer Distanz zur Sonne zu machen.
Aus diesem Grund ist auf dem Monte Generoso ein Modell des Sonnensystems im Massstab 1: 10 Milliarden entlang einem fast geradlinigen und ebenen Parcours von etwa 600 Metern Länge eingerichtet worden. Wenn einer da nun einen Schritt von etwa einem Meter macht, so entspricht das im richtigen Planetensystem einer Distanz von 10 Millionen Kilometern.
Der Anfang liegt östlich vom Restaurant Vetta bei der Aussichtsterrasse, wo sich das Modell der Sonne befindet, und zwar dargestellt durch eine Metallkugel von 14 cm Durchmesser, die in eine Tafel eingelassen ist, wo in vier Sprachen Daten und Informationen enthalten sind. Auf dem ebenen Weg entlang der italienisch-schweizerischen Grenze begegnet man den Tafeln mit den Abbildungen der Planeten von Merkur bis Pluto, wobei auch diese Erklärungen zu den neun Sternen enthalten, die um die Sonne kreisen.
Der erste Eindruck den man beim „Spaziergang“ unter den Sternen bekommt, ist das enorme Missverhältnis zwischen ihren geringen Ausmassen und den riesigen Distanzen zwischen den Himmelskörpern. Hier nun wird man sich der Wirklichkeit des Kosmos bewusst, die eine enorme Leere darstellt, in der sich der Mensch seiner Winzigkeit inne wird. Höchst erstaunt erfährt man, dass gemäss dem Massstab des Planetenmodells der nächst gelegene Stern 4000 Kilometer weit entfernt zu platzieren wäre, und man könnte recht erschüttert sein angesichts der Tatsache, dass man am Anfang einer hypothetischen Reise im unbekannten All unter den der Milchstrasse ähnlichen Galaxien steht, die ihrerseits von Hunderten von Milliarden von Sternen besetzt sind, vielleicht gar umgeben von Planetensystemen, die sich nicht gross vom unsrigen unterscheiden.
