Die "Bärenhöhle"
Achtung: in der Saison 2011 bleibt die Bärenhöhle geschlossen
Die Höhle mit ihren wichtigen Funden liegt 30 Minuten vom Kulm-Restaurant entfernt und ist über einen bequemen und gut gekennzeichneten Pfad zu erreichen.
Die Höhle befindet sich auf italienischem Staatsgebiet.
Die Bärenhöhle ist von Juni bis September jeweils Freitag, Samstag und Sonntag geöffnet (10.00 bis 16.00).
Vom 13. bis 21. August täglich.
Für Gruppen und Schulen mit Reservation täglich.
Die Eintrittskarte ist direkt am Eingang der Höhle erhältlich.
Erwachsene: 6,00 euro
Jegendliche 6-16 Jahre): 4,00 euro
Kind < 6 Jahre: Gratis
Für Gruppen > 15 Personen:
Erwachsene: 5,00 euro
Jegendliche 6-16 Jahre): 4,00 euro
Kind < 6 Jahre: Gratis
Für Gruppen bis 15 Personen: 78,50 euro
Für Infos und Reservationen: Associazione l'Armadillo.

Die Höhle wurde 1988 von den Tessiner Speläologen Francesco Bianchi-Demicheli und Sergio Vorpe entdeckt. Die am Ostabhang des Monte Generoso gelegene "Bärenhöhle", wo wichtige Knochenfunde von mehr als 500 Höhlenbären (Ursus spelaeus) entdeckt wurden, die hier vor 18/20'000 Jahren lebten und dann ausstarben, wurde so hergerichtet, dass auch Laien und nicht nur Paläontologen und Speläologen sie besuchen können.
Die Vorbereitungsarbeiten wurden und werden weiterhin mit der wertvollen und fachlichen Unterstützung der Universität Mailand (besonders mit der Geologischen Abteilung) und dem Kantonalen naturgeschichtlichen Museum ausgeführt.
Da die Forschungsgrabungen in der Höhle ständig noch grössere und reichere Funde ans Licht bringen, werden sie weitergeführt, und es besteht die Möglichkeit, beim Besuch der Höhle auch die minutiöse und delikate Arbeit der Forscher der Universität Mailand zu beobachten.
Der Neandertaler
Im Verlaufe der Grabungsarbeiten in der "Bärenhöhle" sind auch einige Funde aufgetaucht, die sich auf den Neandertaler zurückführen lassen, der in einem Zeitabschnitt von vor 40'000 und 60'000 Jahren lebte. Es handelt sich um vier Fundstücke: die ersten beiden wurden 1998, die beiden weiteren 2002 im "Sala Terminale" genannten Höhlenteil entdeckt.
Bei den Fundstücken handelt es sich um Kieselstücke (roter und braun-rötlicher Jaspis), die von den Neandertalern als Werzeuge zum Schaben von Fellen und Knochen benützt wurden. Die dem Neandertaler zugeschriebenen Fundstücke wurden von diesem wahrscheinlich in der Breggia-Schlucht oder an andern Stellen in der Gegend gefunden, wo diese Steinart vorhanden ist.Aus einigen Charakteristiken der Höhle lässt sich schliessen, dass sie von Neandertaler-Jägern besucht worden ist.